Aller Anfang ist(war) schwer -un ett hätt att imme noh jootjejange!

Rückblick von einem Trainer, Vater, Kumpel und grenzenlosen Optimisten (und was sonst noch so dazu gehört)…

Ja, sie waren durchaus da….meine beiden Hände (damals war der Finger auch noch heil), die ich anfangs schon ab und an in Gedanken über dem Kopf zusammengeschlagen habe! War hier einerseits die nicht nur von mir vehement betriebene Lösung der Spielgemeinschaft mit Villip fast noch zum Scheitern verurteilt, habe ich in der einen oder anderen Situation nur noch gedacht „Oh Jott, watt haste dir da bloß anjetan!“ – so findet doch irgendwie jede Situation ihren Meister…!

Begeistert war ich von Anfang an von der grenzenlosen Motivation meiner neuen, zusammengewürfelten Truppe – deren Namen ich natürlich erstmal lernen musste (und ich sollte sie alle kennenlernen). Mein erstes Training bei strömendem Regen, das zweite Training bei über 30 Grad Hitze und alle unkaputtbar! Na Super! Dann das erste Spiel und direkt ging‘s nach hinten los – 2-8 gegen Pech, dann 7-3 in Merl und dann das (eins von zweien) absolute Katastrophenspiel gegen Merzbach (0-7) – wir haben gespielt, als hätte man die Holländer zwangsweise in DFB- Trikots antreten lassen….!

Und dann kam die Wende – ich hatte beim nächsten Training die einzigartige Situation erlebt, dass ich zehn Minuten geredet habe, ohne dass auch nur irgendjemand „Piep“ gesagt hätte – und danach waren auch alle wieder ganz lieb zueinander und wir gewannen 5-3 in Plittersdorf!

Ett jeht doch…und danach kam eine Siegesserie, die erst im November in Swisttal ihr Ende fand. Restlos alle hatten einen rabenschwarzen Tag – so was kann passieren- dann eine Woche lang fast kein Training (wegen Krankheiten) und am Samstag mit gerade Mal sieben Spielern gegen den Tabellenführer aus Röttgen. Wer da gemeint hätte, Schaden begrenzen zu müssen, sah sich getäuscht. Jeder rieb sich verwundert die Augen, welche Truppe denn da ein wahnsinniges 3-3 erkämpfte! Der Abschluss der Hinrunde in Muffendorf (4-0) rundete alles ab.

Mit einigen wirklich schönen Erfolgen wurden in der Winterpause vier Hallenturniere absolviert und – ein für meine Begriffe nach wie vor richtiges und lehrreiches Testspiel gegen die wohl zur damaligen Zeit beste E1 hier im Kreis Bonn.

Der Rückrundenauftakt in Pech war dann abermals mau (1-7) und dann fiel auch noch Marcel krankheitsbedingt fast die gesamte Rückrunde aus, sodass ich dann als „Hans Dampf“ zusammen mit der Mannschaft einige stressige – aber absolut geile- Wochen erleben durfte.

Einem tollen 6-2 gegen Merl folgte ein beachtliches 1-4 beim Primus in Merzbach und dann kam das zweite Katastrophenspiel gegen Plittersdorf (diesmal hatte man die Schalker in BVB- Trikots spielen lassen….). Wiederum musste ich mir kommunikativ…was einfallen lassen (was mir ja ohnehin schwerfällt…..:-)…und siehe da, auf Regen folgt Sonnenschein.

Drei Siege ohne Gegentor in Folge und komischerweise mussten wir dann nach Röttgen –

ein Spiel, dessen Verlauf uns allen heute nicht mehr bekannt sein dürfte. Nach dem tollen 1-1 gegen Swisttal mussten in Röttgen die tapferen Jungs getröstet werden und wir waren froh, dass wir am Samstag darauf nicht spielen mussten….

Nach dem 3-3 im letzten Spiel durfte dann gefeiert werden – und zwar vollkommen verdient- und ohne, dass irgendeiner traurig war, dass wir nur aufgrund der etwas schlechteren Tordifferenz Platz fünf verfehlt haben.

Und ich habe mittlerweile gelernt, dass es in jedem Training zwei ganz, ganz wichtige und zentrale Sätze gibt, die immer und immer wieder fallen. „Thomas, machen wir heute ein Spiel?“-unmittelbar nach meinem Eintreffen auf dem Platz und „Das ist ungerecht!“ gefühlte 100 Mal pro Training…..:-) – komisch, alle gehen gutgelaunt nach Hause, trotz aller Ungerechtigkeiten….

 

Aber naja…apropos ungerecht….ein wenig neidisch bin ich ja schon auf unsere Kleinen von der F- Jugend…im übrigen auch von uns herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Saison! Drei Trainer, die sicherlich nicht ganz „unschuldig“ am tollen Abschneiden der Jungs sind…mir würde ja eigentlich schon ein zweiter reichen, da Marcel aus gesundheitlichen und privaten Gründen leider nicht mehr weitermachen kann. Ihm an dieser Stelle noch mal ausdrücklich vielen, vielen Dank und vor allem alles Gute weiterhin und endlich Gesundheit!

Ich hoffe ja mal, dass Du (Marcel) uns auch noch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen wirst, wenn Not am Mann ist!

 

Und so gehen wir denn mal (ich verweise auf die Überschrift…) mit grenzenlosem Optimismus in die nächste Saison. Matin ist neu mit dabei und brennt, endlich spielen zu dürfen…und ich wünsche mir und der Mannschaft einen weiteren Trainer, Vater und Kumpel, der uns fußballerisch und vor allem menschlich super ergänzt.

 

An dieser Stelle gleichfalls ein herzlicher Dank an alle Eltern und den Vorstand. Ihr habt uns gut unterstützt und uns in Ruhe arbeiten lassen! Das war (und ist) toll – so dürfte auch ich meine bereits im letzten Herbst gefällte Entscheidung weiterzumachen nicht bereuen!

 

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